Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis

Flucht und Ankommen - Erfahrungen, Praxis, Projektideen im FiPP e.V.

2015 veranstaltete FiPP - initiiert durch den Vorstand und die Geschäftsführung - eine erste Veranstaltung zum Thema Flucht und Ankommen.

Nach und nach entstanden dann unterschiedliche Projekte:

In Berlin-Altglienicke, einem Ortsteil Treptow Köpenicks, bestand ab 2015 ein großer Bedarf nach begleitenden Angeboten für Geflüchtete, es entstanden mehrere Not- und Gemeinschaftsunterkünfte und direkt in der Nachbarschaft unseres ASP Waslala ein großes Containerdorf, das Tempohome "Quitte". Aus Mitteln des Masterplans des Landes Berlin und in Kooperation mit dem Bezirksamt konnten wir, in enger Anbindung an unsere Einrichtungen vor Ort (ASP Waslala, KJFE Fairness und Kita Sonnenschein), ein Netzwerk aufbauen, in welchem wir Angebote für Familien von Kindern im Kitaalter - Sprungbrett - Angebote für Grundschulkinder und ihre Familien -Willkommen in Altglienicke - und Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene -Mobil in Altglienicke - vorhalten.

Neben diesen langfristig angelegten Projekten gibt es viele tolle Praxisprojekte und Ideen aus unseren FiPP-Einrichtungen von denen wir hier einige beispielhaft darstellen und mit denen wir gerne zum Nachahmen anregen möchten.

    2015 - 2017 - Erzählküche in der Mansarde

    Von Oktober 2015 bis Ende 2017 trafen sich jeden Freitag in der Kinderfreizeiteinrichtung Mansarde in Berlin Rahnsdorf, einem Ortsteil von Köpenick, Kinder und Erwachsene aus dem Umfeld der Mansarde und aus der nahe gelegenen Unterkunft für Geflüchtete in der "Erzählküche". Aus der gemeinsamen Projektarbeit heraus entstanden Ende 2015 ein  "Kochtagebuch" und 2016 eine Wanderausstellung, die dann an unterschiedlichen Orten, u.a. mehreren Oberschulen im Bezirk Treptow Köpenick gezeigt wurde.

    Im Rahmen des Projektes entstand ein Kochtagebuch.

    2016 - Longboardprojekt in der FiPP Nische&FreiRaum

    Zusammen ein cooles Longboard bauen - das war eins von mehreren Begegnungsprojekten mit geflüchteten Kindern und Stammbesucher*innen der FiPP Nische&FreiRaum, die 2016 in Berlin Weißensee statt fanden. Mit dem Projekt wurde das Gemeinschaftsgefühl und die Integration gefördert, indem die Kinder einander beim Bauen des Longboards halfen, denn es war bei vielen Arbeitsschritten Teamwork gefragt. Beim Bauen und Werken in der Gruppe wurden Worte und Sätze in den verschiedenen Sprachen ausgetauscht, das Miteinander stand im Vordergrund.
    Der Stolz der Kinder über das jeweilige Produkt ihrer Tätigkeit, ein tolles, individuelles Longboard ließ sie gestärkt aus dem Projekt herausgehen. Ganz nebenbei konnten neue, handwerkliche Fähigkeiten gelernt oder geschult werden und ein spielerischer Spracherwerb stattfinden. Gerade die Geflüchteten, die teilweise nichts aus Ihrer Heimat mitnehmen konnten, erarbeiteten sich hier etwas erstes, eigenes und Neues, was zur Identitätsfindung hier in Deutschland beitragen und ein Stück neues Heimatgefühl aufbauen helfen kann.

    2018 - Musisch - Kreativ - Ökologisch-aktiv in der FiPP Nische&FreiRaum

    Inklusive Angebote und Projekte für Kinder mit Fluchterfahrung und Kinder, die im Umfeld der Mahlerstraße zuhause sind, sind mittlerweile ein fester Bestandteil im Angebot der offenen Freizeiteinrichtung FiPP Nische & FreiRaum in Berlin Weißensee. 2017 ging es viel um Musik - im interkulturellen Musikstudio wurde gerockt, gerappt und die Kinder konnten sich an den verschiedenen Instrumenten erproben.

    2018 konnte wieder, dank der bezirklichen Mittel zur Verstetigung von Maßnahmen der offenen und sportorientierten Jugendarbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen, ein tolles inklusives Projekt stattfinden: mehr erfahren

    Die Teilhabe der geflüchteten Kinder an den verschiedenen Angeboten der FiPP-Nische & FreiRaum ist mittlerweile weitgehend selbstverständlich geworden. Sie nehmen an der Sommerferienfahrt teil, sie besuchen das offene Angebot und sie gestalten "ihre" Freizeiteinrichtung aktiv und selbstbestimmt mit. Die Förderung des Miteinanders und die notwendige Unterstützung aller Kinder bei der interkulturellen Verständigung und beim Abbau von Berührungsängsten und Vorurteilen wird durch die zusätzlichen Angebote und mit ihnen einhergehende ergänzende Ressourcen, ermöglicht.

     

    Power to the girls - ein Projekt von WiA auf dem Abenteuerspielplatz und Kinderbauernhof Waslala - inklusiv und nur für MÄDCHEN.

     

     

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