Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis

Kinderwelten

KINDERWELTEN war ein Projekt zur Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Es machte aufmerksam auf Einseitigkeiten in Bildungseinrichtungen und wie sie Bildungsprozesse von Kindern behindern. Es bot Teams und Trägern ein erprobtes Konzept zur vorurteilsbewussten Praxisentwicklung, das auf dem Situationsansatz und dem Anti-Bias-Ansatz (Kalifornien) beruhte.

Bundesweit hatten sich über 100 Kindertageseinrichtungen von 2004-2010 auf den Weg gemacht, den Ansatz Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in die Praxis zu bringen. Gemeinsam mit ihnen setzten sich ihre Trägerorganisationen mit dem Ansatz auseinander und entwickelten ihr Profil und ihre Leitlinien hin zu Vorurteilsbewussten Trägern weiter.

Sechs Kindertagesstätten in FiPP-Trägerschaft hatten sich am Projekt beteiligt und haben diesen Ansatz heute nachhaltig in ihre Praxis implementiert.

Aktuelles KINDERWELTEN-Projekt im Bereich FiPP-Kita und Familie:

In Eigenregie des FiPP e.V. führen derzeit sechs weitere Kitas ein KINDERWELTEN-Projekt durch. Die beteiligten Kitas sind sehr unterschiedlich was die Größe der Häuser, die Anzahl der Kinder und der pädagogischen Fachkräfte angeht.

Regelmäßige Projekttreffen markieren das Ende der Auseinandersetzung mit je einem der vier Ziele der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung.

Ziel 1: Ich-Identität und Bezugsgruppen-Identität der Kinder stärken

  • Alle Kinder und Familien widerspiegeln
  • Dafür, dass alle Kinder und Familien mehrfach dargestellt sind
  • Gemeinsamkeiten zu finden, bevor Sie Unterschiede ansprechen
  • Gemeinsamkeiten zwischen allen Kindern deutlich machen
  • Es vermeiden, Kinder und ihre Familien als „anders“ zu bezeichnen
  • Sich Gedanken machen, welche Bezeichnungen Sie für Merkmale eines Kindes/einer Familie verwenden, damit sich keine Abwertungen einschleichen

Am Dienstag, 12. Juni 2018, fand das erste Projektetreffen in der FiPP-Geschäftsstelle mit einer Ausstellung statt. Diese beleuchtet anschaulich die Umsetzung der Projektinhalte in der pädagogischen Praxis. Pädagogische Fachkräfte, Eltern und Mitarbeiter_innen aus der Geschäftsstelle hatten an diesem Tag die Gelegenheit, mit den Kolleginnen aus den KINDERWELTEN-Kitas ins Gespräch über die Praxisphase zu kommen. Sie konnten sich ein Bild von der Vielfalt der Möglichkeiten machen und nachfragen, welche Absichten und Wirkungen hinter den ausgestellten Projekten steckten.

Im Anschlus an den offenen Austausch gab es eine vertiefte Gruppenarbeit. Die Themen wurden im Steuerkreis des Projektes entwickelt:

  • Wie sprechen Kinder und Familien über sich selbst?
  • Wie können Entwicklungsgespräche zur Stärkung der Ich- und Bezugsgruppenidentität genutzt werden?
  • Was die Auseinandersetzung mit mir selbst für meine Arbeit bedeutet – Fragen und Antworten zum biografischen Arbeiten im Projekt
  • Inwiefern hilft mir die Beschäftigung mit dem Thema Identität bei der Annäherung an Eltern und Kinder?
  • Welche Verbindungen gibt es zwischen der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung und den Schutzprozessen in der Kita?

 

 

 

 

Nähere Informationen zum Projekt KINDERWELTEN erhalten Sie unter www.kinderwelten.org

Ansprechpartnerinnen:
Barbara Henkys,
Ute Enßlin

Tel: 030-259 28 99 0
Fax: 030-259 28 99 99
zentrale@fippev.de


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