Das Konzept von FiPP e.V. - Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis

Unsere Vision

Ein lebendiges und demokratisches Gemeinwesen, in dem Menschen, Organisationen und Institutionen einander nachbarschaftlich unterstützen und in dem Kinder und Jugendliche eigene Bereiche und Mitbestimmungsmöglichkeiten haben - das ist die Vision, die uns in unserer Arbeit leitet.

Unsere Zielgruppen

Berliner Kinder und Jugendliche von Spandau bis Marzahn, von Blankenburg bis Treptow sind unsere Zielgruppen. In den Kindertagesstätten arbeiten wir mit den Kindern und ihren Familien. Großen Kindern zwischen 8 und 14 Jahren bieten wir in unseren Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit Freiraum und Anregung. Als Ehrenamtliche oder in selbstorganisierten Projekten finden auch Jugendliche bei uns ihre Aktionsräume. Für junge Menschen, denen der Einstieg ins Berufsleben noch nicht gelungen ist, haben wir Beratungs- und Unterstüzungsangebote entwickelt.

Die Prinzipien unserer Arbeit

Über die Altersgruppen hinweg verbindet alle Arbeitsbereiche das Ziel, Kinder und Jugendliche in ihrer Selbstständigkeit zu stärken und ihnen Kompetenzen für das Leben in und die Beteiligung an einer demokratischen Gesellschaft zu vermitteln.
Dabei arbeiten wir nach folgenden Prinzipien:

  • Partizipation und Demokratie
  • Die Kinder und Jugendlichen haben in unseren Projekten das Recht mitzubestimmen: beim Programm und der Gestaltung sowie bei den Regeln des Umgangs miteinander. Dabei achten wir auf demokratische Prozesse und Werte. Die MitarbeiterInnen verstehen sich als BeraterInnen und UnterstützerInnen und ermutigen die Kinder und Jugendlichen, sich für ihre Interessen und Rechte einzusetzen - sowohl im Projekt, als auch darüber hinaus.

  • Interkulturalität, Geschlechterdemokratie und Integration
  • Wir fördern Vielfalt und arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen u.a. zu Themen wie Diskriminierung, Rassismus, Sexismus und Vorurteile. Wir wollen Mädchen und Jungen in ihren Potentialen sowie in ihrer Identität stärken und für gesellschaftliche Rollenzuschreibungen und Benachteiligungen sensibilisieren. Wir achten darauf, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen integriert werden.

  • Offen und aktiv im Gemeinwesen
  • Die Öffnung der Einrichtungen und Projekte zum Stadtraum hin ist ein wichtiges Prinzip unserer Arbeit. Die Kinder und Jugendlichen erhalten die Möglichkeit, sich den umliegenden Stadtraum durch Aktionen und Erkundungen anzueignen. Die Projekte sind offen für die Nachbarschaft - wir möchten Ressourcen für Menschen und Gruppen aus dem Stadtteil nutzbar machen und auch gemeinsam nach Lösungen für Probleme suchen. Wir fördern freiwilliges Engagement in unseren Projekten.

  • Netzwerke für die Rechte von Kindern und Jugendlichen
  • Um die Prozesse, die Kinder und Jugendliche direkt betreffen - sei es in der Jugend-, Bildungs- oder Sozialpolitik - mitzugestalten und zu beeinflussen, sind wir in Gremien und Initiativen für die Rechte von Kindern und Jugendlichen aktiv. Wir kooperieren in diesem Kontext mit anderen Vereinen, Verbänden und PartnerInnen aus dem öffentlichen und dem privaten Bereich. Um gemeinsame Ziele und Interessen zusammen mit anderen zu verfolgen, beteiligen wir uns am Aufbau und der Erhaltung von Netzwerken.

    Unsere Entwicklungsthemen

  • Neue Lehr- und Lernformen
  • FiPP e.V vertritt einen weiten Bildungsbegriff und bietet in seinen Einrichtungen und Projekten unterschiedliche Lernangebote. Die Kita als Bildungseinrichtung, Formen des sozialen, handlungsorientierten und erkundenden Lernens in der offenen Arbeit und auf dem Abenteuerspielplatz oder die Unterstützung von selbstgesteuertem Lernen durch Lerninseln in Schulen sind einige Beispiele dafür. Das Lernen zu lernen und die Lust am Lernen (wieder) zu finden, ist unser vorrangiges Ziel. Wir legen dabei besonderen Wert auf den Transfer in und die Zusammenarbeit mit Schulen.

  • Diskriminierung VerLernen, Vorurteilsbewusst handeln: Anti-Bias-Ansatz
  • FiPP e.V. beschäftigt sich seit längerer Zeit in verschiedenen Projekten mit dem Anti-Bias-Ansatz und greift dabei auf Modelle aus den USA und Südafrika zurück. Ziel ist, das Bewusstsein für alle Formen von Diskriminierung zu schärfen und Methoden für eine vorurteilsbewusste, nicht-diskriminierende Alltagskultur zu entwickeln.

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