Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis

Kinderwelten mit Grundschulkindern

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung mit Grundschulkindern

Was will das Projekt?

„Kinderwelten mit Grundschulkindern“ ist ein Praxiskonzept für Bildungseinrichtungen. Die Grundlagen und die Methodik der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung sind aus dem Anti-Bias-Ansatz, der in Nordamerika und in Südafrika für die Arbeit in der pädagogischen Praxis entwickelt wurde, eingeflossen.

Der Anti-Bias-Ansatz geht davon aus, dass jeder Mensch Vorurteile hat, die er oder sie seit frühester Kindheit erlernt hat. Dies geschieht in erster Linie über Bilder und Haltungen, die durch das eigene Umfeld (Familie, Freunde, Kita und Schule, Medien etc.) vermittelt werden.

In dem Projekt „Kinderwelten mit Grundschulkindern“ wollen wir die pädagogischen Fachkräfte, die an der Gottfried-Röhl-Grundschule zusammenarbeiten, für diese Zusammenhänge sensibilisieren und ihre Kompetenz stärken, die Potentiale von Kindern zu erkennen und deren Entfaltung zu unterstützen, indem sie  - zum Beispiel – die Vielfalt der Familienkulturen und Sprachen zum Bildungsthema machen.

Worum geht es?

Die Erfahrung, dass ein bestimmtes Merkmal eines Kindes oder eines Erwachsenen zum Gegenstand von Hänseleien und Spott oder sogar von Ablehnung und Ausschluss wird, machen wir täglich. Dabei können die „Parteien“ wechseln: Mädchen oder Jungen, die sich noch über ein Kind lustig machen, werden kurz darauf selbst zurückgewiesen oder ausgelacht.

Es ist jedoch nicht dem Zufall geschuldet, welche Merkmale hervorgehoben und der allgemeinen Belustigung preisgegeben oder zum Ausschlusskriterium gemacht werden. Sie spiegeln gesellschaftliche Bewertungen wieder, die entlang der Unterscheidung nach Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung, sozialer Schicht oder körperlicher Besonderheiten existieren. Diese Bewertungen sagen etwas über den gesellschaftlichen Status von Menschen oder Menschengruppen aus, über Privilegien oder Benachteiligung, die sie in bestimmten Konstellationen und Situationen haben oder akzeptieren sollen.

Kinder sind von diesen Realitäten nicht abgeschirmt. Wach und aktiv, wie sie sind, entnehmen sie ihrer Umgebung ständig Informationen über die Beschaffenheit dieser Welt, auch der sozialen Welt. So werden Vorurteile und Diskriminierung auch zu Angelegenheiten der Kinder.


Hier setzt das Projekt "Kinderwelten mit Grundschulkindern" an.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen das Projekt vorstellen.

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